
Goldmann blickte auf fast 100 Jahre Verlagsgeschichte zurück, stand aber in einem deutlich veränderten Aufmerksamkeitsmarkt. Bücher konkurrierten nicht mehr nur mit anderen Verlagen, sondern mit Streaming, Social Media und digitalen Content-Angeboten wie Netflix, YouTube, TikTok oder Instagram. Die Marke wirkte im Vergleich zu diesen emotionalen Erlebniswelten eher nüchtern und wenig nahbar. Gleichzeitig schätzten Leser:innen das breite Unterhaltungsangebot, brauchten aber mehr Orientierung, um schnell das passende Buch für ihr persönliches Bedürfnis zu finden. Für Goldmann musste die Marke daher mehr leisten als Wiedererkennung: Sie sollte zur strategischen Kraft werden, um Relevanz, Nähe und Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Goldmann sollte als Verlagsmarke klarer positioniert werden und im Wettbewerb um Zeit und Aufmerksamkeit eine stärkere Rolle einnehmen. Die Marke sollte künftig nicht nur für ein breites Sortiment stehen, sondern für die Fähigkeit, Leser:innen gezielt zum passenden Buch zu führen. Ziel war eine stärkere B2C-Beziehung, ohne die wichtigen B2B-Beziehungen zu Buchhandel, Autor:innen und Partnern zu vernachlässigen. Kommunikation, Sortiment und Markenarchitektur sollten mehr Orientierung geben und die Auswahlentscheidung vereinfachen. Der neue Markenauftritt sollte außerdem flexibel genug sein, um unterschiedlichste Bücher sichtbar zu machen und dennoch eine konsistente Goldmann-Welt zu schaffen.
Aus einer nüchternen Verlagsmarke wurde eine nahbarere, emotionalere Marke mit klarer Relevanz für Leser:innen.
Die Marke erhielt ein präzises Versprechen: Goldmann verbindet Menschen mit dem Buch, das zu ihrem Bedürfnis passt.
Sortiment, Markenarchitektur und Kommunikation wurden stärker auf Orientierung, Auswahlhilfe und Zielgruppenbedürfnisse ausgerichtet.
Das neue Designsystem schafft mehr Wiedererkennung, Flexibilität und Klarheit in der täglichen Markenarbeit.



















